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Bei der Gründung oder Übernahme einer bestehenden Praxis oder Apotheke werden mietrechtliche Fragestellungen oftmals ausgeblendet. Hier geht es nicht in erster Linie (aber auch) um Standortfragen, den Mietzins und die Laufzeit des Vertrages. Ausstiegsmöglichkeiten (Exit-Options), Erweiterungsoptionen und Verlängerungsoptionen sind hier weitere Stichworte, die in jedem Falle zu beachten sind. Nicht selten sind allzu lange Mietzeiträume kontraproduktiv. Die Angst vor der Notwendigkeit des “vorzeitigen” Auszuges wird mit langfristigen Verträgen “bekämpft”, nicht selten über 15 oder 20 Jahre. Derartige Regelungen sind nach unserer Erfahrung überflüssig. Sie können auch einseitige Optionen vereinbaren, die nur Ihnen die entsprechenden Rechte einräumen. Jeder Vermieter ist froh, einen Arzt oder Apotheker als Mieter zu haben, mit denen sich auch langfristige Darlehen gut darstellen lassen.

In vielen Fällen ist die Kombination von Arzt und Apotheke in einem Gebäude außerordentlich Ziel führend. Es entstehen aktuell immer mehr solcher “Gesundheitszentren”. In derartigen Konstellationen lässt sich mietvertraglich einiges bewirken. Veerschenken Sie keine Chancen!

Obwohl der Gewerberaummietvertrag in der Praxis weit verbreitet ist, fehlen gesetzliche Regelungen nahezu vollständig. Im Verhältnis zum Wohnungsmietrecht besteht eine erheblich größere Gestaltungsfreiheit. Diese (ver)führt leider oftmals dazu, dass von den Parteien selbst Formularmietverträge verwandt werden, die z.B. noch vor der großen Mietrechtsreform im Jahre 2001 oder der sog. Schuldrechtsreform entstanden sind. Im Dezember 2012 wurde wiederum eine Mietrechtsreform verabschiedet, die viele gebräuchliche Formularverträge Makkulatur hat werden lassen. Ein weiteres in der täglichen anwaltlichen Praxis häufig auftretendes Problem besteht darin, dass Klauseln aus verschiedenen Vertragsmustern miteinander verbunden werden, die sich teilweise widersprechen oder wesentliche Punkte ungeregelt lassen.

Gerade beim Gewerberaummietvertrag kommt es mitunter entscheidend darauf an, zu welchem Zweck der Gewerberaum vermietet werden soll, sei es eine Arztpraxis, eine Apotheke, ein Sportstudio, ein Büro, eine Ausstellungs- oder Lagerhalle, eine Werkstatt oder ein Produktionsbetrieb. Es ist gänzlich unverständlich, wie häufig bei solcherart Verträgen mit Laufzeiten oftmals über mehr als 10 Jahren und Gesamtverpflichtungen im sechsstelligen Bereich die notwendige professionelle Beratung im Vorfeld sowohl durch Vermieter wie durch Mieter vernachlässigt wird. Ein Großteil der späteren streitigen Auseinandersetzungen vor Gericht mit teilweise existenziellen Risiken könnte vermieden werden. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Handhabung des Mietverhältnisses auch nach Abschluss des Mietvertrages. So werden die Mietflächen nicht nachgemessen, vereinbarte Übergabeprotokolle nicht erstellt oder einvernehmliche Änderungen nicht schriftlich fixiert. All diese mit den entsprechenden Versäumnissen verbundenen Probleme lassen sich durch rechtzeitige Einschaltung eines externen Spezialisten verhindern.

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